01.01.2017 – Hohes Einsatzaufkommen in der Silversternacht

Zu 99 Brandeinsätzen rückte die Feuerwehr Hannover in der Silvesternacht aus. Der Rettungsdienst war in der Landeshauptstadt bei 247 Notfalleinsätzen gefordert. Insgesamt lag das Einsatzaufkommen deutlich über dem des Vorjahres. Feuerwehr und Rettungsdienst waren gut vorbereitet und konnten durch schnelles und effektives Eingreifen größere Schäden verhindern.

Feuerwehr und Rettungsdienst stark gefordert

Bei den Brandeinsätzen mussten die Einsatzkräfte überwiegend brennende Müllbehälter und Papiercontainer, Brände auf Balkonen und brennende Gartenhecken löschen, die durch Feuerwerkskörper entzündet worden waren. Zudem lösten mehrere automatische Brandmeldeanlagen Alarm aus. Hier war teilweise Brandrauch von abgebranntem Feuerwerk in die Gebäude eingedrungen und von Rauchmeldern detektiert worden.

Der Rettungsdienst musste in den Notfalleinsätzen zumeist bei Alkoholvergiftungen und Verletzungen nach Stürzen oder Auseinandersetzungen von Personen qualifizierte Hilfe leisten. Leider waren auch wieder einige Verletzungen nach dem unsachgemäßen Gebrauch von Feuerwerkskörpern zu versorgen.

Feuerwehr und Rettungsdienst hatten sich, wie auch in den vergangenen Jahren, durch zusätzliches Personal und eine erhöhte Anzahl von fest besetzten Einsatzfahrzeugen gut auf das erhöhte Einsatzaufkommen in der Silvesternacht vorbereitet. An zehn Standorten der Freiwilligen Feuerwehr besetzten rund 120 ehrenamtliche Einsatzkräfte zwischen 18:00 Uhr am Silvestertag und 06:00 Uhr am Neujahrsmorgen ihre Löschfahrzeuge. Durch fünf zusätzliche Rettungswagen stellte die Berufsfeuerwehr zusammen mit den Hilfsorganisationen mit insgesamt 24 Rettungsmitteln, darunter fünf Notarzteinsatzfahrzeuge, die Notfallrettung sicher. Insgesamt waren 285 Einsatzkräfte bei der Feuerwehr und im Rettungsdienst in der Landeshauptstadt im Einsatz.

Die Regionsleitstelle disponierte in der Silvesternacht 718 Einsätze, damit etwa 30 Prozent mehr als im Vorjahr, in der gesamten Region Hannover. Außerhalb der Landeshauptstadt mussten die Feuerwehren in der Region zu 55 Brandeinsätzen ausrücken. Durch zusätzliches Personal konnten alle Notrufe über Telefon 112 ohne Verzögerungen abgefragt und die notwendigen Einsatzmittel schnell alarmiert werden.

Einige der 99 Brandeinsätze in der Landeshauptstadt sind nachfolgend besonders erwähnt:

17:48 Uhr – Ifflandstraße, Südstadt – Wohnungsbrand
Mehrere Anrufer gegenüberliegender Häuser Am Graswege Ecke Ifflandstraße meldeten einen Wohnungsbrand im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses. Beim Eintreffen der Feuerwehr hatte sich der 90-jährige Mieter bereits ins Freie geflüchtet. Er wurde von einer Notärztin vor Ort versorgt und danach mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus transportiert. Einsatzkräfte der Feuerwehr mussten sich gewaltsam Zutritt zu der Wohnung verschaffen, um den Brand gezielt zu löschen. Bereits um 18:08 Uhr war das Feuer aus. Die Brandwohnung ist stark beschädigt und musste stromlos geschaltet werden. Der verletzte Senior gab an, Wachskerzen an seinem Tannenbaum angezündet und danach für einige Zeit unbeobachtet gelassen zu haben. Der Sachschaden beträgt nach ersten Schätzungen etwa 15.000 Euro. Zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr, die Freiwillige Feuerwehr Wülfel und der Rettungsdienst waren mit 38 Einsatzkräften vor Ort.

00:12 Uhr – Schulenburger Landstraße, Hainholz – Laubenbrand
Zwischen zwei Gartenlauben brannte Gerümpel. Das Feuer drohte auf die beiden Gartenhäuser überzugreifen. Durch den schnellen Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Vinnhorst und eines Löschzuges der Berufsfeuerwehr konnte die Ausbreitung verhindert und das Feuer bereits um 00:24 Uhr gelöscht werden.

00:26 Uhr – Schmedesweg, Hainholz – Balkonbrand
Auf dem Balkon im 4. Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses brannten abgestellte Möbel. Einsatzkräfte eines Löschzuges der Berufsfeuerwehr konnten das Feuer schnell löschen. Um 00:48 war das Feuer aus.

00:31 Uhr – Behnsenstraße, Linden-Süd – Balkonbrand
Auf dem Balkon eines Mehrfamilienhauses brannte Papier. Einsatzkräfte eines Löschzuges der Berufsfeuerwehr konnten das Feuer schnell löschen. Um 00:42 war das Feuer aus.

00:36 Uhr – Plauener Straße, Vahrenheide – Balkonbrand
Auf dem Balkon eines Mehrfamilienhauses brannte Papier. Einsatzkräfte eines Löschzuges der Berufsfeuerwehr verschafften sich Zugang über eine tragbare Leiter und löschten mit Wasser aus einem Tanklöschfahrzeug. Um 00:59 war das Feuer aus.

01:14 Uhr – Süßroder Weg, Kirchrode – Heckenbrand
Eine Gartenhecke brannte auf etwa 10m Länge mit hellem Feuerschein. Das Feuer drohte auf ein nahes Carport überzugreifen. Durch den schnellen Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Kirchrode konnte die Ausbreitung verhindert werden. Das Feuer war um 01:31 Uhr aus.

02:35 Uhr – Lange Feldstraße, Kirchrode – Laubenbrand
In einer Gartenkolonie brannte eine große Gartenlaube mit angrenzendem Holzschuppen. Die 35 Einsatzkräfte eines Löschzuges der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Kirchrode setzten mehrere Trupps mit Atemschutzgeräten im Löschangriff ein. Das benötigte Löschwasser musste über eine große Entfernung durch eine Schlauchleitung gefördert werden. Um 05:45 Uhr war das Feuer aus. Die umfangreichen Aufräum- und Nachlöscharbeiten dauerten bis 08:15 Uhr an. Der Sachschaden beträgt nach ersten Schätzungen mindestens 10.000 Euro. Zur Ursache liegen der Feuerwehr keine Erkenntnisse vor.

Quelle: http://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Sicherheit-Ordnung/Feuerwehr-Hannover/Presse-und-%C3%96ffentlichkeitsarbeit/Pressemitteilungen