13.01.2019 – Gefahrguteinsatz in Hannover-Misburg Feuerwehr Hannover mit Großaufgebot vor Ort

Am Sonntagnachmittag gegen 16:00 Uhr bemerkte der Schichtleiter auf einem Betriebsgelände im Lohweg, dass aus einem abgestellten Tanklastzug eine Flüssigkeit auslief und alarmierte die Feuerwehr.

Die Einsatzkräfte konnten anhand der UN-Nummer, auch Stoffnummer genannt, herausfinden, dass es sich um hochkonzentrierte Schwefelsäure handelt. Die Säure wurde anfangs in Auffangwannen gesammelt und anschließend in Behälter umgepumpt. Hierbei mussten die Einsatzkräfte in entsprechenden Chemikalienschutzanzügen vorgehen. Parallel hierzu wurden ständig im unmittelbaren Umfeld Messungen durchgeführt, die allesamt negativ verlaufen sind. Es bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für Menschen außerhalb des Betriebsgeländes. Um die 25 Tonnen Schwefelsäure aus dem leckgeschlagenen Tanklastzug umzupumpen, hat ein Spediteur einen Tanklastzug zur Verfügung gestellt. Durch diese Maßnahme kann die Feuerwehr mit entsprechenden Pumpen die Säure erfolgreich schnellstmöglich umpumpen.
Um 02:30 Uhr wurde die Einsatzstelle dem Betreiber übergeben. Bis dahin wurden mit speziellen Pumpen die 25 Tonnen Schwefelsäure aus dem havarierten LKW in ein typgleiches Fahrzeug umgepumpt. Geringfügige Mengen Schwefelsäure, die in den Regenwasserkanal liefen, wurden so mit Wasser verdünnt, dass die Säure neutralisiert werden konnte. Dies wurde durch permanente Messungen von Feuerwehr und der unteren Wasserbehörde bestätigt. Es sind keine Schäden für die Umwelt zu bezeichnen.
Die Ursache ist weiterhin unklar. Ebenso kann zur Schadenhöhe keine Angabe gemacht werden. Die Feuerwehr war mit 140 Einsatzkräften von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr, mit zum Teil speziellen Fahrzeugen und Gerätschaften zur Abwehr von Gefahrgutunfällen vor Ort.

Quelle(Bild/Bericht): https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Sicherheit-Ordnung/Feuerwehr-Hannover/Presse-und-%C3%96ffentlichkeitsarbeit/Pressemitteilungen/Januar-2019